Harald Dasinger

Harald Dasinger
Moderne & Postmoderne Schauspiele

Deutsche Literatur

 

Harald Dasinger




Sowohl im klassischen, als auch im modernen Theater werden Illusionen verwendet, um die Realität nachzuahmen.

Während im klassischen Theater Bedeutung übertragen werden soll, was durch das Verwenden feststehender „historischer“ Formen erfolgt, bedient sich das moderne Theater handelnder Methoden, welche die Handlung wirklichen Lebenssituationen so nah wie möglich bringen soll.

Beim sogenannten „postmodernen“ Theater hingegen, liegt das Augenmerk im Bewusstsein und nicht in der emotionalen Erfahrung des Zuschauers, der sich seine eigene Meinung bilden soll.
Darum gibt es auch keine erzählten Geschichten, psychologische Charaktere oder irgend einen historischen Kontext.

Gleichrangige Bilder und Impressionen ersetzen die traditionellen Akte und Szenen.
Es geht um die Beobachtung eines Menschentyps, der nicht nur von Handlungs- und Sinnesverlust, sondern auch von Ohnmacht und Fremdbestimmung geprägt ist.
Die Bühne, ehemals Kulisse vor der sich eine Handlung abspielt, wird zur Projektionsfläche der Phantasie des Zuschauers.

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Literatur ist kein kurzweiliger Zeitvertreib, der lediglich der Entspannung dient.

  • Sie schafft neue Welten und bevölkert sie mit sowohl mit realen, als auch fiktiven Figuren, um der Gesellschaft ein Spiegelbild ihrer selbst vor zu halten.
  • Sie übt Gesellschaftskritik und dient dadurch der sozialen und politischen Bildung.
  • Sie vermittlet fremde Lebenserfahrungen und bietet somit die Möglichkeit des Vergleiches des „Ich“ mit dem Leben und Sein anderer.
  • Sie gewährt einen Einblick in fremde Kulturen und erweitert somit unseren Horizont.
  • Sie vermittelt Wissen (historisch, psychologisch etc.).
  • Sie dient der Allgemeinbildung. Dadurch fördert sie die Teilhabe am kulturellen Leben und ist somit eine Legitimation für bessere Aufstiegschancen in der Gesellschaft.
  • Sie trägt zur Ich-Werdung durch Identifikation und Abgrenzung, sowie zur Bewusstseins-erweiterung und der kulturellen Identifikation bei.
  • Sie beschreibt Emotionen und Gefühle und gewährt Einblicke in die tiefsten Abgründe menschlichen Seins.
  • Sie stellt Fragen, ohne diese jedoch zu beantworten, um den Leser zur Reflektion und zum Nachdenken über sich selbst und seine Umwelt anzuregen.
  • Sie vermittelt Botschaften und beeinflusst dadurch direkt oder indirekt unser Denken, Fühlen, Handeln.
  • Sie erweckt verborgene Träume und Hoffnungen und beflügelt unsere Fantasie.


Es gibt Bühnenstücke, denen gegenüber nur das Publikum durchfallen kann. 
(Friedrich Hebbel, 1813 - 1863)
Das Theater ist nicht nur der Punkt, wo sich alle Künste treffen. 
Er ist ebenso die Rückkehr ins Leben.
 

(Oscar Wilde, 1864 - 1900)
Theater wird erst wirklich, wenn das Publikum innerlich mitspielt.
(Hermann Bahr, 1863 - 1934)
Unsere Welt wäre unerträglich ohne Liebe - doch die Menschen verstehen nicht zu lieben!
Das Theater könnte aber die Liebe zu den Menschen, zur Frau, zum Leben lehren...

(Makim Gorki, 1868 - 1936)

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