Harald Dasinger

Dramaturgie
Modernes & Postmodernes Theater

Gedankensplitter


Diese Gedichte sprechen über Liebe, Zärtlichkeit, Hoffnungen, Träume und Wünsche, unerfüllte Sehnsüchte und Erwartungen. Auch stellen sie die Frage nach dem „Wer bin ich... Was will ich... Wo will ich hin!?“

youtu.be/pu6dXpr94WA

Softcover: ISBN: 978-3-7418-9201-1
ePUB: ISBN: 978-3-7418-9280-6
 



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Diese Blumen

habe ich den Konturen der Ferne entrissen
als Hochwasser die Au überflutet
und selbst den Kuckuck
zum Schweigen brachte
wir standen in der Mitte
und suchten die Stille
von der wir wussten, dass
sie unauffindbar sei
und den Gesang der Vögel im Abend
der anders klingt
wenn diese Blumen verwelken

***

In der Hand

halte ich das Schweigen
das ich auf der Straße fand
als die Stille im Schatten entschlief
und der Wind
durch vergeudete Nächte blies
es fielen Schnuppen vom Himmel
ich stand darüber
darunter standst du
und alles zerfloss
und alles verging
und wurde zum Anfang

***

Vergangene Nacht

war die Spinne fleißig
in ihrem Netz
hängen wie Käfer die Gedanken
von einem anderen Ich
in der schief geratenen Ecke des Kellers
auf den zerbrochenen Spiegel
der die Wahrheit geliebt
doch hat ihn die erste Lüge
zu Splitter verdammt
selbst Schneewittchen
ist darin nicht mehr so schön

 
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