Harald Dasinger

Harald Dasinger Dramaturgie
Modernes & Postmodernes Theater - Literatur der Gegenwart

Das Vermächtnis der falschen Propheten


ENTMYSTIFIKATION

Religion ist das Geschenk Satans an die Menschheit. Neben Macht spielt auch die Liebe eine große Rolle - ganz gleich ob es die Liebesgeschichte zwischen Adam und seiner ersten Frau Lilith ist, oder die Geschwisterliebe zwischen Isis und Osiris, die von Jesus von Nazareth und Maria von Magdala, oder Mohammed und Chadisha. Blinder Fanatismus basierend auf Lüge, Verrat, Gewalt und Zerstörung bildeten schon seit eh und je die Grundlage für die Zerstörung des Menschen, gleich ob in der Antike oder in der Gegenwart.
 

MARIA VON MAGDALA

Als künftige essenische Priesterin erzogen, entsagt Maria Magdalena nach einer kurzen gescheiterten Ehe dem jüdischen Glauben und wendet sich dem Isis Kult zu. Als Priesterin der Isis trifft sie den Wanderprediger Jeschua aus Galiläa, von dem und dessen Lehren sie sich angezogen fühlt... Sie zeugen miteinander drei Kinder... Als Maria merkt,dass sie von Jeschua und seiner Familie nur dazu benutzt wurde, um die dynastische Linie des Hauses David fortzusetzen, wendet sie sich von ihm ab... Sie flieht nach Frankreich, wo sie in der Provence bis zu ihrem Lebensende im Jahr 63 bleibt.

Softcover: ISBN 9783745063035
ePub:        ISBN 9783745063059
Zum Shop: www.epubli.de/shop/buch/Das-Vermächtnis-der-falschen-Propheten-Harald-Dasinger-9783745063035/70043

 

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ENTMYSTIFIKATION

Vorspiel


Gott: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt
und wir haben seine Herrlichkeit gesehen,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit. (Johannesevangelium)

(Schweigen - 4-5 Sekunden)

Teufel: Am Anfang war Nichts
und das Nichts war im endlosen Dunkel des Nichts
das schon immer war, als Raum und Zeit es noch nicht gab.
Doch dahinter schlief der große Gedanke
der einzig wahre, der schon immer war
und in alle Ewigkeit sein wird:
der pure Gedanke aus dem alles entsteht,
doch dessen Entstehung von niemand jemals ergründet,
denn zu mächtig ist die Energie, die dahinter steckt,
farblos und mächtiger denn alles, das jemals war
und gewesen sein wird.

(Schweigen - 4-5 Sekunden)

Gott: Im Anfang schuf ich Himmel und Erde. Doch ward diese wüst und leer, in tiefes Dunkel gehüllt war alles, das noch nicht war, doch das zu schöpfen ich gedacht.
Und ich sprach: es werde Licht und siehe, da wurde es hell. Das Licht war gut. Und ich trennte es von der Finsternis des Nichts. Tag und Nacht waren geboren.
Doch lagen sie beide in den trüben Wassern des Anfangs. Immer noch war alles öd und leer.
Durch mein Wort trennte ich das Wasser und nannte Meer, was unten war und Himmel, das Gewölbe darüber. Tretet zur Seite Wogen des Meeres, gebt fei den Boden unter euch, damit auf der Erde ich junges Grün und bunte Pflanzen wachsen lasse, und Bäume, die saftige Früchte tragen..
Dunkel ist das Gewölbe in der lautlosen Stille der Nacht... Ich sehe die Blumen und die Bäume nicht... Kommt ihr funkelnden Lichter und erhellt das dunkle Gewölbe, damit ich mich während der Nacht eures Leuchtens erfreue; euer Name sei Sterne.
Ihr möget leuchten bei Nacht über die Fische, die sich im Wasser tummeln und wachen über den Schlaf der Vögel und aller Arten von lebendigen Wesen, Tieren und Vieh, denen ich die Erde geschenkt... Ich übergebe euch, ihr irdischen Kreaturen, alle Pflanzen und deren Samen zur Nahrung, damit ihr stets fruchtbar seid und euch ständig mehret - ihr sollt dies tun zu meinem Gefallen, damit ich mich stets eurer erfreue.
Und alles war gut...
Und heute, am sechsten Tage, nachdem ich das Dunkel des Nichts geteilt, werde ich ein neues Wesen nach meinem Abbild erschaffen - sein Name sei Mensch. Mann und Weib. Damit sie beherrschen die Erde, alle Pflanzen und alles Getier, das ihnen zur Nahrung diene. Wie die Tiere sollen auch sie fruchtbar sein und sich vermehren - zu meinem Glanze und ewigen Ruhm.

 

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